Mittwoch, 9. Oktober 2013

die 3 Engel von Salmdorf


Dienstag, 8. Oktober 2013

Jastrzab - Flügelbefestigung oder wie laminiert man einen Schraubstock ?

Die Verbindung der Holmgurte und die Krafteinleitung zur Flügelbefestigung am Rumpf hatte mir schon geraume Zeit richtiges Kopfzebrechen bereitet.
Aber am Freitag Abend, nach 2 Calvados, brachte ich die entscheidenden Gedanken aufs Papier.

Der Innenflügel wird also mit einer 6mm-Schraube in der Nähe des Hauptholms an den Rumpf gezogen. Damit der Holm an der Trennstelle zusammengehalten wird, hatte ich nun eine CFK-Konstruktion gewählt; diese ist sehr steif und sorgt auch gleichzeitig für den Kraftfluß über die Befestigungsschraube.

Wenn's nur später nicht in der Luft auseinander bricht ....

3 Dinge braucht der Mann also: Kohle, Harz, Styrodur !
hatte ich zufällig alles da. also ging' los.

zur Vorbereitung schon mal ein paar Trockenübungen:
 
 
 hier die GFK-Verstärkung für die Beplankungsunterseite, und die Verklebung  zum Beladungsschacht.
 
Untergurt ist in Kohle nach Plan eingepackt, jetzt kommt die Zwischenlage
 
...nun ebenfalls gut eingepackt

 
 als Letztes noch der obere Holmgurt

 
Ergebnis: Ist leider nicht ganz exakt und gleichmäßig geworden, weil ich zum Anpressen beim Aushärten keine richtigen Vorrichtungen hatte. Die Konstruktion scheint aber fest wie ein Schraubstock... die Praxis wird's zeigen-
 



Montag, 7. Oktober 2013

Huckepack-Aufsatz

Der Huckepack-Aufsatz für Manfreds Schlepper ist fertig und ausgiebig getestet.

Ab sofort kann er auch (leichte) Segler ohne Schleppkupplung mit bis zu 21 cm Flächentiefe an der Wurzel in den Himmel mitnehmen.

Huckepack-Aufsatz im Einsatz

Sonntag, 6. Oktober 2013

Jastrzab - Cockpit fast fertig

 
Ich fand doch tatsächlich noch eine Original-Instrumententafel in meinem Laserdrucker-Fach.!
allerdings aufgrund des Alters nur in Schwarz-Weiss.




Freitag, 4. Oktober 2013

Jastrzab - der starke Innenflügel

Meine Flügelkonstruktion - wie an früherer Stelle schon mal erwähnt - ist 3-teilig.
Geknickter Innen-Flügel, und die beiden steckbaren Außenflügel.
Das hat den Vorteil,
  • daß ich den Flügel oben auf dem Rumpf aufsetzen kann (mit Nylon-Schräubli).
  • ich brauche keinen Flügel-Rumpf-Anschluß herzustellen
  • bei Bodenberührung des Flügels kann dieser die Schrauben abscheren, ohne daß im Rumpf  Holzsplitter entstehen.
Die ursprünglich in die Rippen gefrästen Aussparungen für die Störklappen habe ich nun leer gelassen.
Stattdessen habe ich Wölbklappen am Innenflügel, die ich auch gut für Butterfly - Landungen nutzen kann. (beim Oktoberfestpokal war wieder eindringlich zu beobachten, wie gut das wirkt).
Die Wölbklappen werden nur für Thermikflug eingesetzt, da das S6061 doch wenig Ca-Wert liefert, und man damit flott unterwegs ist (hat man beim Jastrzab von Karl-Heinz gesehen).

Was diese Woche bisher geschah:

ein Flächen-Baukasten verspricht viel Arbeit! Die Helling ist aber  bereits fertig.

Der Holmuntergurt ist leicht überdimensioniert (15 x 7 mm), aber immerhin verjüngt sich die Dicke im äußeren Drittel auf 4 mm.
 
 Die V-Form ist jetzt auf 4° / Seite berechnet. 
zu sehen ist das Balastierungsrohr-System. Es handelt sich um die bei den früheren F3B-Modellen verwendeten selbstgebauten GFK-Röhren (aus dem Antiquariat von Ralf). Ich habe sie angepaßt, und sie können 800 g zusätzlich aufnehmen, so daß ich bei Bedarf bis auf ca. 4-4,5kg aufbalastieren kann.
Hier ist die Unterseitenbeplankung der D-Box schon mit Zak verklebt. Außerdem sieht man den Beladungsschacht.
 
nochmals Beladungsschacht, über den auch die elektrische Verkabelung nach außen in den Rumpf geführt werden wird.

Anprobe für die Hülsen der Steckrohre für die Außenflügel
Die Bohrung vorne ist für einen der beiden Arretierungs-Rundstäbe vorgesehen.

Gesamtübersicht mit Abschlußholm zu den Wölbklappen, der hier gerade verklebt wird.

Jastrzab - Bau des Leitwerks

Frisch motiviert vom Ausflug an den Catria überkam mich gleichzeitig ein schlechtes Gewissen ob der lange Zeit brachgelegenen Bauarbeiten an meinem Jastrzab.
Alsbald nahm ich widerwillig den Schleifklotz und Laubsäge zur Hand, und konnte nach langer Zeit endlich mal wieder Balsastaub inhalieren.

Hier ist das vorläufige Ergebnis.
Beim Seitenleitwerk fehlt nur noch das Anlenkungshorn (CFK)
 
Es wurden Profile der HQ/Acro-Reihe verwendet. Dicke HLW 8% auf 9%.

Der HR-Ausschlagwinkel wurde von mir als ausreichend befunden. Auf Hohlkehlen-Ausführung habe ich verzichtet, der Bauaufwand war mir von vornherein zu hoch . Als Scharniere kommen Glasfaser-Streifen zum Eisatz, der Spalt wird luftdicht gebügelt.

Ruderanlenkung mittig im Rumpf. Ich habe mich für eine einfache Gabelkopf-Lösung entschieden, da diese momentenfrei und erfahrungsgemäß sicher und wartungsarm ist.  

hat schon etwas Ähnlichkeit mit einem Flugzeug ? Obwohl einige Leute aus ästhetischen Gründen der Meinung sein sollen, daß noch kein Jastrzab wie ein Segelflugzeug ausgesehen hat....

auch das Seitenleitwerk hat ein  HQ/Acro-Profil zur Verfügung gestellt bekommen. War gar nicht so trivial, dies bei dem eigenwilligen Konturenverlauf hinzubekommen.

Montag, 9. September 2013

AROSO-ST Erstflug - Flugeindrücke

Bei Windstärken und Spitzenböen zwischen 4-6 Bft an der Kante des SW-Hangs am Mte Catria wurde der Zwerg das erste Mal seinem Element übergeben.

Mühelos marschierte er mit seinen 215 g  gegen den Wind, wenngleich die Böenempfindlichkeit doch ab und zu für abrupte Versetzungen im 3D-Raum führte.

Erste Eindrücke:
Schwerpunkt bei 83mm O.K. Im Rückenflug keine Tendenz nach unten weg zu gehen.

Querruder-Wirksamkeit:  die Planvorgabe -25/+11mm ist an der untersten Grenze gehalten. Ich wünschte mir eine höhere max. Rollgeschwindigkeit.
Seitenruder: max. Ausschlag, gut wirksam, Expo-Zugabe sinnvoll für harmonischeres Fliegen.
Höhenruder: am hinteren Röhrchen des HR-Hebels gemessener Ausschlag -10/+12mm, war so O.K. wenn man wollte, könnte er nach oben noch vergrößert werden.

Der nächste Vormittag gab dann am Osthang weitere Gelegenheit zum Ausprobieren. Noch gegen 11 Uhr, als teilweise noch Wolkenfetzen unterhalb der Startstelle heraufwaberten. Bei deutlich gemäßigteren, weniger konstanten Bedingungen.

Das war die Stunde des AROSO 3D. Fliegen auf engstem Raum inkl. Trudeln /Rückentrudeln, Messerflugtrudeln (oder wie das auch immer genannt wird). Und das Ganze immer mit „leichtem Herzen“, denn was soll schon mit einem 200 Gramm Flieger wirklich ernsthaft passieren?

In der „Speed“-Stellung wird er sogar richtig schnell und man kann die Figuren etwas großräumiger fliegen.
Loopings sind aber auch extrem eng – fast auf einem 1m Durchmesser reduziert – zu realisieren. (vorwärts wie rückwärts, was in niedrigster Höhe auch stehende Achten ermöglicht). Naja, eigentlich sind‘s dann ja keinen richtigen Loopings mehr. Aber durch das geringe Gewicht sind viele Kunststücke möglich, an die man normalerweise nie gedacht hätte.

Nach einer guten halben Stunde Knüppelverbiegerei setzte ich den AROSO zur Landung ab. Ich hatte angeblich ein Grinsen im Gesicht.

Einstellungen, mit denen ich gut zurechtkam: (Graupner MC22s)
Expo
Normal                 Speed  
QR 35%                45%       Diff. 40%
HR 60%                60%
SR 35%                 45%

Bremse auf QR +45%
Bremse auf HR -5%

Mehr Beschreibungen zu bieten fällt mir im Augenblick schwer, ist aber denke ich auch nicht notwendig. Die Grenzen der famosen AROSO-Konstruktion müssen individuell ausgelotet werden.  

Fazit:
So einen Flieger hat man sich "früher" immer gewünscht: auch bei mauen, unzuverlässigen Hangflugbedingungen trotzdem so eine Art Kunstflug betreiben zu können. Auch auf kleinen Hügelchen.
Das bietet der AROSO. Die miniaturisierte RC-Technik macht’s möglich.