immer noch sieht sie sooo aus.
obwohl: Martin Klabl hat mir einen neuen CFK-Motorspant CNC-gefräst; danke nochmal, auch für die persönliche Zustellung in meinen Briefkasten.
Ich glaub, der wird so ziemlich als Letztes wieder montiert werden.

10S Setup mit: AXI 5345-12hd, Graupner Prop 22x10, Jeti Spin 125 BL Regler
4 x Spektrum Digital Standard Servo, 12 kg/cm, 0.08 sec/60grd, 52 g (Quer und Höhe)
1 x Spektrum H6040, 16 kg/cm (Rudder)
Jeti DUPLEX 2,4 Ghz Reciever R8
EMCOTEC DPSI MICRO DualBat, 5.5/5.9V
2 x 2S Zippy 1000 mAh (15 C), Gewicht 107 g
2 x 5S Turnigy 4000 mAh (30-40C), Gewicht 1140 g mit 6mm-Steckern)
6 mm Goldkontakt-Schlitz-Stecker (von Nessel, sehr leicht, Pärchen 4g)
Servokabel (QR und HR), Eigen-Anfertigung, siehe nachfolgende Fotos
Stromverbrauch:
Der AXI zieht mit dem Graupner G-Sonic-Prop 22x10 max. 110 A.
Die Flugzeit habe ich auf 6:30 eingestellt. Landung erfolgt dann meistens nach 7 bis 7,5 Min. Die Restkapazität der Flugakkus bewegt sich je nach „Gasanteil“ dann zuverlässig zwischen 27%-40%.
Die Empfängerakkus 2 x 2S 1000 mAh sind nach sechs solchen Flügen nicht unter 65% Restkapazität; das bedeutet, daß ich während des Flugtags den Reserve-Akku nicht einzuwechseln brauche.
High Tech DIY-Servokabel
Bei dem bisherigen Baubericht hatte ich noch kein Wort über meine vermutlich einmaligen DIY-Eigenbau-Servokabel verloren. Sie entsprangen dem Wunsch nach Realisierung weiterer Gewichts-Einsparmöglichkeiten, sowie dem Unwillen, extra Geld für untragbar schwere Kabellösungen auszugeben. Heute kann ich sagen, das Kabel funktioniert so gut, daß ich eine Patentanmeldung nicht mehr ganz ausschließen möchte.
Es sollte der unvermeidliche Spannungsabfall bei der Versorgung der beiden 1,5 m entfernt hinten am Rumpf platzierten, gerüchteweise äußerst stromhungrigen Höhenruder-Digital-Servos dabei nicht erhöht werden.
Die Grundidee ist, die 2 Kabelstränge (für jedes Servo einer) weitgehend zu einem einzigen zusammenzufassen, und dabei die 2 Impuls-Leiter in ihrem Querschnitt auf ein physikalisch notwendiges Maß zu reduzieren. Die Rahmenbedingungen waren dadurch gesetzt, daß mir (von hier nicht genannten Sponsoren) Kabel zur Verfügung gestellt wurden, die der altertümlichen amerikanischen AWG-Norm 22/20/18 entsprechen, aber äußerst dünne Teflon-Ummantelungen besitzen. Die AWG18 hat eine Querschnitt von ca. 0,82 mm2 .
Nach tagelangen Recherchen im NET und diversen Weiterbildungsmaßnahmen/Auffrischungskursen war ich an einem Punkt angelangt, wo ich folgendes Diagramm erzeugen konnte:
Die Schlußfolgerung hieraus war, daß wenn ich die gesponsorten, mit nur leichter Umhüllung versehenen AWG18 Kabel verwenden würde, ich bei einer Stromaufnahme von 2A je Servo einen um 0,035 V geringeren Spannungsabfall gegenüber einem 0,35 mm2 –Querschnitt bei 1m Verlegelänge (hin-zurück = 2m) habe.
Für die Impuls-Leiter habe ich – ebenfalls nach reiflicher Abwägung - Cu-Lackdraht mit 0,2 mm Durchmesser verwendet. Der Aufbau des Kabelstrangs (2 x AWG 18 + 2 x Cu- Lackdraht) erfolgte mittels Drill-Verfahren (kein pädagogischer oder soldatischer Bezug).
Als Scheuerschutz wurde ein transparenter, ebenfalls gesponsorter und unglaublich leichter Schrumpfschlauch verwendet. Der hat den zusätzlichen Vorteil, dass er sich nur mit einem Tropfen Sekundenkleber hervorragend an Spanten u.ä. fixieren läßt.
Hier eine Nahaufnahme des High-Tech Low Weight DIY-Servo Cable.

Zur Wetterlage
Der April meinte es dieses Jahr gut mit der geplagten Bevölkerung Oberbayerns: Viele wolkenlose Sonnentage und ungewöhnliche Temperaturen auch über der 20°C Marke. Leider muß der passionierte Flieger – im Gegensatz zum Normalbürger – auch noch den Unterschied zwischen „schönem“ und „gutem“ Wetter machen. Für die Klassifizierung zum „guten Wetter“ in der Karwoche reichte es nicht ganz, denn der relativ starke und oft böige und (jahreszeitgemäß) frische Wind sorgte dafür, daß so mancher der MCM-Piloten seine Jacke am Flugplatz anbehielt, und auch die Thermikblasen nicht immer so richtig zu greifen waren.
Zu den Einflugversuchen
Ich selbst nutzte die Woche Urlaub vor Ostern für vier Flugtage mit meiner YAK 54 2,2m elektrisch 10S Setup, Abfluggewicht 7,3 kg für weitere Einflugtests. Am Ende waren der Motorsturz deutlich verringert (1,5 mm untergelegt) und der Schwerpunkt um weitere 16 mm nach hinten ge-beamed.
Das Ergebnis ist eine etwas geringere Trägheit um die Querachse, die YAK bleibt aber weiterhin in jeder Situation stabil und verhält sich sehr neutral in allen bisher möglichen Fluglagen. Das Hovern als Vorstufe zur Torque-Rolle ist leichter zu erreichen und stabiler. Für die souveräne Torquerolle reicht meine Flugpraxis leider immer noch nicht aus, aber das übe ich noch bis zur Rente.
Es zeigte sich auch, daß ein gelenktes Spornrad nicht erforderlich ist (Orakel Manfred hat’s vorhergesagt), die Seitenruderfläche ist riesig groß und äußerst wirksam. Momentan ist sogar gar kein Rad dran, weil das letzte unverstärkte Plastik-Kaufteil auch gebrochen ist, auch so geht’s noch.
Das Nachwuchten des Props brachte noch etwas Resonanz-u. Geräuschminderung, es ist aber immer noch nicht optimal. Möglicherweise ist die Motoraufhängung - speziell der CFK-Rückspant etwas zu weich. Werde ihn bei Gelegenheit an den identifizierten Stellen verstärken.
Ostermontag waren dann schon 44 Flüge im Bordbuch der YAK 54 verzeichnet. Das Bild zeigt auch sehr schön die österlichen Farbspiele auf unserem Flugfeld an diesem Tag.












Das Münchner Wetter an diesem Wochenende hat nicht mal für Hallenflug gereicht. Somit konnte ich ein paar abschließende Aktionen in Angriff nehmen. Angriffszentrum war die flexible Akku-Befestigung. Von dieser zeige ich hier nur die Lochraster-Schiene, dafür von beiden Seiten. Das andere Ding, was noch dazu gehört, ist zwar funktionsgerecht, eignet sich aber momentan nicht zum Herzeigen. (ähnlich wie die AKW's in Japan).
Die Servos und ihre Anlenkungen wurden endlich fixiert. Jedes bekam jetzt 4 Schrauben spendiert.
Der hintere Rumpfbereich sieht nun außerdem in Teilen aus wie die GORCH FOCK.
Alle Ruderspalte wurden mit Bügelfolie luftdicht gemacht.
Einiges an Kabeln wurden verlegt. Auch das Datenkabel des Reglers für die Jeti-Box wurde einigermaßen elegant- unauffällig rechts oben untergebracht, so daß ich nach dem Abnehmen der Kabinenhaube das Signalkabel mühelos anstecken kann.
Der Motor ließ sich auch schon mit dem Sendersignal in Drehzahl versetzen, allerdings ohne Prop.
Nu besuch‘ ich aber erst mal unsere Freunde des Linksverkehrs für 3 Tage auf der Insel. Mal schau’n, ob am nächsten Wochenende Jungfern-Flug sein kann.
Eine Möglichkeit ist, sie sich aus China kommen lassen (Japan ist zur Zeit out). Für das 10S-Setup hatte ich mich entschieden, als ich noch die GB Yak 55M 2,2m auf dem Plan hatte, die angeblich fast 1 kg weniger auf die Waage bringen soll als jetzt meine (billigere) YAK 54. Leicht sollte alles werden, und das ist der Grund , weshalb ich auch nur 4000 mAh 2x5S Turnigy’s im Dezember geordert hatte (350 g leichter als die 5000‘er). So habe ich Material für vier 10S-Packs.
Nachdem sich nach Lieferung der mit falschem Gewicht ausgezeichneten YAK 54 abzeichnete, daß möglicherweise mit den 4000ern die Flugzeiten kürzer als wünschenswert werden könnten, hatte ich dann noch einmal Nachschlag bei HK genommen. Ein unglaublich starker Preis im Rahmen des von HK frei erfundenen „Schwarzen Freitags“, alles über das Deutsche Warehouse und somit ohne zusätzliche Zollsachen, für 2 weitere 10S-Packs, 5000 mAh.
Alle Akkus lagen seitdem schwer wie Blei in den alsbald beschafften feuersicheren „Dokumentenkoffern“ (Bauhaus und OBI). Ich hatte sie dort untergebracht, in der Hoffnung, daß mein Haus dann nicht sofort abbrennen würde.
Heute - Sonntag wieder mal - war es dann soweit: Die 6mm geschlitzten Goldstecker von NESSEL wurden gegen die fabrikmäßig konfektionierten getauscht. Leider geht das nicht anders als durch Löten. Wenn ich mit etwas auf Kriegsfuß stehe, dann an zweiter Stelle mit Löten. Bald sah die Werkstatt auch entsprechend aus.
Ich verfluchte innerlich die Entscheidung, die bereits konfektionierten Akkus mit den 6mm-Steckern bestücken zu wollen. Doch beim 2. Akku trat die Wende ein: ein Stecker fiel beim ersten Ablötversuch sofort lustlos vom Kabel ab. Es hatte praktisch keine Verbindung zum Kabelkörper bestanden, wie ich auf dem Foto noch dokumentieren konnte. Ab sofort war ich vom tieferen Sinn meines Martyriums überzeugt.
Als Sonderbetriebsmittel (SBM) hatte sich die Herstellung dieses Stücks Fichtenholz (Dachlatte) zum Fixieren der Goldstecker-Teile gelohnt. Die Teile werden beim Löten verdammt heiß. Die Haltevorrichtung ist so konstruiert worden, daß sie wenig Wärme nach außen ableitet; zudem erzeugt sie einen angenehmen Geruch nach verbranntem Holz, was auch Assoziationen zu schwarzgeräuchertem Wammerl, Grillfeuer oder einem Gebirgstal in Österreich im Winter bei Inversionslage wecken kann. Die warmen Farben des Fotos transportieren diese Stimmung gut rüber.
Am Ende landeten alle konfektionierten Packs wieder in den Dokumentenkoffern.
Und seltsam: manchmal fühle ich mich im Hobbykeller irgendwie beobachtet .... ?
Ja, das mit der dieser 2.Buchse am Anschluß ist die Verbindung zum Regler YETI Spin 125, der hat einen gesonderten Anschluß zum Vermeiden von Funkenüberschlag, wenn sich die Kondenstatoren anfangs schlagartig vollsaugen wollen. Dieses Extra-Kabel ist im Foto rechts zu sehen.
Hier sind die 2 x 1000 mAh Zippy’s (15C) für je 3,65 € das Stück im Bilde. Sie sorgen zur Zeit dafür, daß die LED am EMCOTEC-Schalter angeht. Habe 4 Stück davon.
Ja, Die Akkus müssen natürlich auch irgendwie mit Elektronen vollgepumpt werden. Hierzu hatte ich mir in weiser Voraussicht im Januar ein potentes neues MeanWell-Netzteil in der Bucht ergattert (60 €, 600 W / 40 A output).
Heute hab ich’s das erste mal unter Strom gesetzt. Dazu rekrutierte ich ein altes DIY-Netzkabel (was ich mal für HiFi-Zwecke gefertigt hatte, aber den klanglichen Ansprüchen nicht genügte). Hier ist aber der Klang zweitrangig. Trotzdem ist es wichtig, auf den phasenrichtigen Anschluß in der Steckdose zu achtem - siehe rote Markierung am Stecker. Das Schaltnetzteil funktioniert offenbar, kann die Spannung stufenlos zwischen 12-15 V einstellen. Somit kann ich mein Graupner DUO Plus 50 mit 15 V betreiben, und es mit ausreichend Strom versorgen. Das DUO Plus 50 hat einen Lademodus, mit dem man an den beiden Ladeausgängen die 2 x 5S Akkupacks parallel laden und intern balancen kann, sodaß die Zellenspannungen immer gleich angepaßt bleiben.
Insgeheim hoffe ich, daß ich mit der YAK 54 zumindest mit jedem Akkupack einen Flug machen kann ! Hoffe, es ist nicht zuviel verlangt. Mit der Yak55m, die letzten Sonntag mit Vollgas einschlug, hatte ich genau 103 Flüge geschafft ....